Hochwasser im Kreis GöppingenHochwasser im Kreis Göppingen

Hilfskräfte im Dauereinsatz

Tagelanger Dauerregen ließ viele Bäche und Flüsse im Kreis Göppingen auf kritische Pegel ansteigen. So wurde auch das THW Göppingen am 1.6.2013 gegen 1 Uhr nachts alarmiert. Bald waren auch die Nachbarortsverbände gefragt. Was mit Transport und Bereitstellung von Sandsäcken für die Feuerwehr begann, wurde schnell zum fast durchgängigen zweitägigen Dauereinsatz bei dem fast alle Tätigkeitsfelder des THWs gefragt waren: Evakuierung, Transporte, Deichsicherung, Räumarbeiten,Verpflegung, Sicherungsarbeiten mit Höhenrettungsgerät, Beleuchtung, Führungsunterstützung und natürlich Pumparbeiten in großem Umfang.

Überörtlich wurde der Kontakt zum Führungsstab der Feuerwehr in Göppingen durch den Ortsbeauftragten und Fachberater Patrick Rittel gehalten. Durchgängig vor Ort konnte er dem Führungsstab der Feuerwehr die Einsatzoptionen des THWs aufzeigen und entspechende Alarmierungen auslösen.

Neben vielen kleinen Einsatzstellen im Landkreis wo vor allem Sandsäcke angeliefert wurden war der größte Schwerpunkt Bad Überkingen. Hier drohte ein durchweichter Damm zu versagen. Dieser wurde mit großen Kräfteaufwand mit Beteiligung mehrerer Ortsverbände des Geschäftsführerbereichs Göppingen und vielen Feuerwehren aus ganz Baden-Württemberg mit einem großen Sandsackverbau gesichert. Gleichzeitig galt es viele Keller und mehrere Tiefgaragen auszupumpen.

Weiterer Schwerpunkt war ein weggespültes Baugerüst einer Brückensanierung in Süßen. Das von den Wassermassen der Fils weggespülte Baugerüst hing instabil an den Trägern der Brücke und belastete eine große Gasleitung. Da die örtlichen Einheiten gebunden waren unterstütze der Zugtrupp des THW Göppingen mit einer Bergungs- und einer Beleuchtungsgruppe aus dem OV Neuhausen die Süßener Feuerwehr bei der Sicherung der Gerüst- und Trümmeransammlung.

Um ein Loslösen und Wegspülen und damit unkontrollierter Blockierung des Flusses Fils zu verhindern wurden die instabilen Gerüstteile mittels Greifzügen gesichert. Da nur ein Zugang von oben mit weiter Ausladung möglich war, wurde ein Helfer am Kran der Feuerwehr Stuttgart mit dem Höhenrettungsgerät abgeseilt um die Sicherungseile an den kritischen Punkten anzubringen. Zuvor hatte der Energieversorger die Gasleitung an beiden Ufern freigelegt und abgetrennt.



Schreibe eine Nachricht